Hühner

Wie sehr viele Imker haben auch wir natürlich ein paar Hühner. Eigentlich sogar schon sehr viel länger als Bienen... der Hühnerstall (Schrank) stand hier schon bevor das Wohnhaus überhaupt richtig fertig war.  
Ich möchte euch hier ein paar Anregungen geben ohne zu behaupten es wäre perfekt. Es ist einfach so bei uns entstanden und mußte im laufe der Jahre nach jedem Hühnerverlust durch Fuchs oder Marder mehrfach nachgebessert werden. Sicher würde ich heute von Anfang an gleich eine sichere Voliere bauen, aber so wie sie jetzt ist funktionier es nunmal auch seit einigen Jahren und die Grundidee vom Stallgebäude, eigentlich ein großer Schrank mit Dach und drei Etagen hat sich in all den Jahren gut bewährt und ist ganz ohne Kalk oder andere Hilfsmittel vollkommen frei von Hühnerschädlingen.

Das Gehege hat ca. 25 m2 und wurde im Schnitt von meist 5-9 Hühnern belegt.


Der "Stall" hat 3 Etagen.


Oben übernachten die Hühner auf dem Gitter oder der Stange. Ausmisten ist so ca. alle 2 Monate nötig. Dazu muss nur das Gitter raus und dann die weiße Folie in das Gehege ausgeschüttet und danach abgesprüht werden.


Ganz unten ist ein Sandbad und Unterschlupf bei Regen.


In der Mitte sind die Legenester, so braucht man das Gehege kaum betreten und kann die Eier sauber direkt aus dem mittleren Stall entnehmen. Vor den 2 Kisten ist ein alter Grillrost, weil Marder angeblich nicht gerne über Gitter laufen, allerdings ist das Plastik-Ei doch irgendwann mal angebissen und verschleppt worden, eigentlich waren das auch ml 3 Stück...    


Im Inneren hatte ich daher auch schon vor ein paar Jahren einen extra Marder-Sicheren Bereich eingebaut, nachdem mal wieder ein schweres Drama stattgefunden hatte. Diesen inneren Käfig nennen wir auch gerne das "Guantanamo" Gehege   ...


Die Klappe, um die neuen Hühner in das größere Gehege zu lassen mußte nun immer morgens geöffnet und abends geschossen werden.


Diesen Job hat jetzt aber ein günstiger und trotzden recht kräftiger Gurtwickler übernommen, dem man die Zeiten durch gleichzeitiges Drücken der "Uhr"-Taste jederzeit neu beibringen kann. Der wäre natürlich auch für jede andere Hühnerklappe gut geeignet, viel besser als die teuren Spielzeuge mit Batterie und Angelsehne, die sonst so angeboten werden...


Wenn dann aber schon mal Strom da ist, kann man natürlich auch gleich mal dafür sorgen, das das Trinkwasser im Winter nicht einfriert. Damit der Stromverbrauch niedrig bleibt hab ich das ganze mit einer exakten Temperaturregelung gebaut. 


Zwei gleiche stapelbare ca. 10 Liter Hühnertränken, davon aber nur ein Trinkgefäß (das andere ist auf Reserve) - der untere Teil ist aber ineinander gesteckt, denn im unteren Teil ist ein 50W Heizdraht und darunter eine Styrodurplatte (die ist allerdings angepickt worden, also mit z.B. Steinen schützen...) eingeklebt. So kann man die eigentliche Tränke gut herausnehmen, putzen und nachfüllen, ca. alle 1-2 Wochen...
Neben der Tränke steht der Futterautomat mit Weizen. Da passen ca. 10Kg rein und er öffnet sich unten, wenn ein Huhn auf dem Gitter steht.


Gute Körnermischungen bekommen die Hühner in kleiner Menge meist täglich nochmal extra in der Rinne mit Gitter darüber gleich an der Tür, denn im Futterautomat ist nur Weizen, sonst liegt dort zu viel daneben, wenn sie nach ihren Lieblingskörnern suchen...


So, weitgehend automatisiert kann man die Hühner zur Not jedenfalls auch mal für ein paar Tage alleine lassen.

Viel Freude bei der Hühnerhaltung!

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